Religion zerstört die Welt

Wenn man die aktuelle Situation und auch die Geschichte betrachtet, lassen sich sehr viele negative Auswirkungen von Religion erkennen. Egal, ob es die muslimische oder die christliche ist, beide geben jetzt und in der Vergangenheit (siehe Kreuzzüge, Islamisten und Terroranschläge, …) oftmals ein sehr schlechtes Bild ab. Viele Menschen, die nicht gläubig erzogen sind, werden vielleicht von der Vorstellung in die katholische Kirche zu gehen total abgeschreckt oder haben eventuell selbst schon negative Erfahrungen mit Personen gemacht, die sich Christen nennen, aber sich nicht besonders moralisch verhalten haben – obwohl das Christentum sich Moral auf die Fahne schreibt. Ob man das Mittelalter betrachtet, in dem die Kirche einen so starken und meistens sehr ungesunden Einfluss auf die Menschen hatte, oder ob man, wenn man an Christen denkt, nur langweilige, weltfremde Spießer mit eingeschränktem Horizont vor Augen hat, Religion ist, wenn man nicht selbst religiös ist, nichts besonders attraktives, sondern eher etwas Abschreckendes.

Verstehe ich. Sehe ich auch so.

Und trotzdem glaube ich an den Gott der Bibel.

(die Bibel ist ein Märchenbuch, über Generationen von Menschen verfasst und hat fast keinen Wahrheitsgehalt – ja ja, ich kenne das Argument)

Das klingt jetzt wie ein Widerspruch, ist es für mich aber nicht, denn man kann zu diesem Thema zwei zusammenhängende Thesen aufstellen:

  1. Es gibt einen Unterschied zwischen Glaube und Religion
  2. Der Gott der Bibel ist anders als man ihn erwartet

 

Was ist der Unterschied zwischen Glaube und Religion?

Diese Unterscheidung wird weder in unserer Gesellschaft noch in der Theologie oder der Wissenschaft vorgenommen, da man den beiden Bezeichnungen im Allgemeinen ungefähr die gleiche Bedeutung zuweist. Betrachtet man jedoch die Bibel und die Lehre Jesu, kann man erkennen, dass es sich hierbei um zwei komplett unterschiedliche Prinzipien handelt.

Natürlich muss man irgendwie glauben um religiös zu sein, jedoch kann man auch das Dasein als Fußballfan als religiösen Akt bezeichnen und selbst Ernährungsformen wie Veganismus oder paradoxerweise sogar Atheismus können religiöse Züge annehmen. Ich finde auch, die Verehrung Hitlers im dritten Reich war auf gewisse Art und Weise religös.

Was ist denn dann Religion?

Ich würde sagen, Religion ist eine Ideologie oder Weltanschauung, von der man selbst überzeugt ist, dass sie die einzig Richtige ist und andere dazu bringen will, sie auch anzunehmen. Oftmals ist die Intension dahinter aber sehr arrogant und hat mit Machtausübung zu tun, da man zum Einen die Haltung hat: „Ich bin richtig, alle anderen sind falsch“ und zum Anderen Menschen seine eigene Meinung aufzwingen will, um dadurch seine Macht und die eigene Position zu bestärken. Religion äußert sich Taten bzw. in Gesetzen, die man erfüllen muss, um sich selbst und anderen (bzw. Gott) zu gefallen und zufrieden zu stellen. Wenn man alles so ausführt, wie es vorgeschrieben ist, oder wie man es sich selbst vorschreibt, fühlt man sich gut und schaut auf andere herab, wenn nicht, ist man schlecht und fühlt sich wertlos. Alle, die sich nicht nach diesem ausgesprochenen oder unausgesprochenen Gesetzeskodex verhalten, werden verurteilt und abgelehnt. Oft gibt es auch einen gemeinsamen Feind, meistens sind das die Menschen, die anders sind oder andere Ansichten haben. Religion schweißt Menschengruppen zusammen, weil sich Personen der gleichen Weltanschauung verbunden fühlen, da sie gemeinsam „den richtigen Weg“ gefunden haben, schließt aber Diversität aus, da alle die gleichen Regeln befolgen müssen, um gut zu sein und deshalb wenig Freiraum für Andersartigkeit ist.

Religion ist sehr ungesund, sie zerstört Beziehungen, durch sie entsteht Krieg und psychische Krankheiten sind vorprogrammiert. Trotzdem sind viele Menschen religiös, weil die Religion ihnen das Gefühl gibt, bei etwas dazuzugehören, gut zu sein – sogar besser als andere – und ihnen in dem religiösen System Anerkennung gibt und Machtausübung ermöglicht (Siehe IS, Machtmissbrauch in der katholischen Kirche, …)

In unserer Gesellschaft sind wir der Meinung, dass der Glaube an einen Gott wie Allah oder den christlichen/jüdischen Gott, eine Person zu einem religiösen Menschen macht. Stimmt aber nicht, denn nicht der Glaube an einen Gott ist das Problem, sondern die festgefahrene Weltanschauung, die anderen verbietet anders zu denken. Religion ist nicht eine Sichtweise auf die Welt, die sich durch Glauben an Übernatürliches auszeichnet, sondern ein zerstörerisches Prinzip, dem jeder Mensch (auch ich) verfallen kann.

Um Religion entgegenzuwirken, versuchen wir gesellschaftlich in die genau gegensätzliche Richtung zu gehen. Damit niemand verurteilt oder auf niemanden herabgeschaut wird, versuchen wir alles relativ zu sehen. Es gibt kein richtig und falsch, weil jeder irgendwie seinen eigenen Weg finden muss. Jede Meinung soll akzeptiert werden, denn es gibt nicht eine Wahrheit, sondern vieles ist richtig und wahr. Wahrheit ist subjektiv und beruht auf Erfahrungen und Gefühlen. Außerdem wird der Glaube an einen Gott immer unpopulärer, da man damit etwas Negatives, Einschränkendes verbindet. Auch die Vorstellung, dass es jemanden oder etwas gibt, das über einem steht und mächtiger ist als man selbst, ist für unsere Autoritäten-ablehnende Gesellschaft ziemlich abschreckend.

Doch Jesus sagt: „Nur wenn der Sohn (=er selbst) euch frei macht, seid ihr wirklich frei.“ (Joh. 8,36) und „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben. Zum Vater (also zu Gott) kommt man nur durch mich.“ (Joh. 14,6)

Hups, das ist ein ganz schöner Absolutheitsanspruch. Jesus sagt hier, dass er selbst die einzige Wahrheit und der Weg zu Gott in Person ist und dass man nur frei wird, wenn er einen frei macht. Das heißt, niemand ist wirklich frei, wenn er nicht von Jesus freigemacht wurde. Diese Aussagen missfallen den meisten Menschen wahrscheinlich (erstmal), weil sie sehr religiös und einschränkend klingen.

Aber wie kann Jesus so etwas behaupten und gleichzeitig komplett religionsfeindlich sein? Und was genau bedeutet jetzt Glaube?

Wenn dich das interessiert, solltest du auf jeden Fall dranbleiben und Teil zwei dieses Artikels lesen.

Ich hoffe, du hast noch einen wunderschönen Tag 🙂

♥ ♥ ♥

 

Ein Kommentar zu „Religion zerstört die Welt

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