Religion zerstört die Welt. Und Glaube?

Dieser Artikel ist der Teil 2 der „Religion zerstört die Welt“-Serie :). Das heißt, wenn du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, solltest du ihn am besten vorher lesen, da dieser Artikel darauf aufbaut. Hier ist der Link:

https://freidenker.life/2018/10/06/religion-zerstoert-die-welt/

Im letzten Artikel ging es um das Prinzip Religion und darum, dass es sich zerstörerisch auf die Welt auswirkt. Jedoch kann man glauben, ohne religiös zu sein. Wie das geht oder was das nach der Lehre Jesu bedeutet, erfährst du hier.

Jesus sagt: Ich bin der Weg, Ich bin die Wahrheit und Ich bin das Leben.

Wie ist das zu verstehen?

Das heißt, die Wahrheit ist keine Ideologie oder Weltanschauung, die man finden und der man beitreten muss, die Wahrheit ist eine Person. Auch der Weg zu Gott ist keine Religion, man muss nicht bestimmte Regeln befolgen oder Gesetze erfüllen, um zu Gott zu kommen, sondern der Weg zu Gott ist eine Person (das ist auch der Unterschied zwischen dem Christentum und den anderen Weltreligionen).

Das klingt jetzt erst mal ziemlich abstrakt. Was heißt es denn, dass man es mit einer Person zu tun hat?

Die Antwort heißt Beziehung. Um zu Gott zu kommen, die Wahrheit und das Leben zu  finden, muss man eine Beziehung mit der Person eingehen, die der personifizierte Weg, die Wahrheit und das Leben ist (und dabei gleichzeitig selbst Gott).

Das nimmt ziemlich viel Druck, denn Beziehungen eingehen kann jeder. Gott (damit ist Jesus, der Vater und der Heilige Geist gemeint) hält nichts davon, wenn wir uns selber bemühen und durch Taten und routinierte Verhaltensweisen versuchen, ihm zu gefallen. Das, was er will, sind keine guten Taten oder Leistungen, sondern er wünscht sich eine Beziehung mit uns, weil er uns liebt. Er will, dass wir ihn persönlich kennen lernen, dass wir von ihm lernen und mit ihm gemeinsam durchs Leben gehen.

Wenn wir versuchen, ihm durch Leistung also Religiosität zu gefallen, ist das so, als würde ein Baby versuchen, mit perfekten Manieren zu essen, von Anfang an höflich mit seinen Eltern zu reden und sich selbst anzuziehen, um nicht so viele Umstände zu machen. Erstens kann ein Baby das gar nicht, genauso wie wir nicht in der Lage sind, aus uns selbst Werke zu tun, die Gott gefallen (auch wenn wir das vielleicht denken) und zweitens wollen die Eltern das gar nicht bzw. haben diesen Anspruch nicht. Eltern wollen ihr Baby einfach lieben, ihm zeigen, wie es richtig isst, sich um es kümmern und ihm all die Dinge, die es für das Leben können muss selber beibringen. Außerdem wünschen sich die meisten Eltern nicht, dass ihr Kind höflich zu ihnen ist, denn Höflichkeit bedeutet Entfremdung und Distanz. Sie wollen eine liebevolle Beziehung mit ihrem Kind eingehen, in der man sich nah ist, sich vertraut und deshalb auch mal etwas Unhöfliches tut. So ähnlich wie die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist, so wünscht sich auch Gott die Beziehung mit Menschen, jedoch diese noch viel komplexer und vielseitiger. (Die Darstellung von Eltern in diesem Beispiel entspricht leider sehr oft nicht der Realität. Sehr viele Menschen erleben keine heilen Familienumstände. Aber Gott ist ein guter Vater!)

Die guten Werke sollen wir nicht tun, damit wir Gott gefallen (diese Art von Werken gefallen Gott nämlich nicht), sondern wir sollen sie von ihm lernen und sie mit ihm zusammen tun. Gott will nicht, dass wir alles im Alleingang machen, denn das macht uns kaputt (das ist so als würde ein Baby keine Hilfe von seinen Eltern wollen und auf der Autobahn spielen), sondern er möchte, dass wir mit ihm Gemeinschaft haben. Das verändert uns, weil wir immer mehr die Wahrheit erkennen, verstehen, wie er ist und seinem Wesen dadurch ähnlicher werden.

Das einzige Gesetz, was Christen erfüllen sollen, ist das Liebesgebot: Du sollst Gott und deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Aber wir können es nur durch Gottes Kraft und seine Hilfe befolgen (niemand kann so viel Liebe aus sich selbst hervorbringen).

Bedeutet es aber, wenn man seinen Nächsten liebt wie sich selbst, dass man ihn umbringt, wenn er eine andere Meinung hat oder dass man versucht ihm seine Meinung aufzuwingen und Menschen ablehnt, die nicht dieser Meinung sind? Bedeutet es Menschen in einem Gruppendruck dazu zu bringen, sich anzupassen und bestimmte Regeln zu erfüllen? Nein, das ist keine Liebe. Menschen, die das tun kennen Gott nicht wirklich und erfüllen nicht das Gesetz, weil sie keine echte und ehrliche Beziehung mit Jesus leben. Das heißt, dass die Personen, die für die Kreuzzüge verantwortlich waren, die unter dem kirchlichen Deckmantel Kinder missbrauchen oder auf eine unbarmherzige Art und Weise anderen ihre Religion aufzwingen wollen, Gott nicht wirklich kennen. Sie nennen sich zwar Christen und glauben vielleicht auch irgendwie an Jesus, aber sie haben nicht wirklich verstanden, was es bedeutet Christ zu sein.

Dieses Verhalten hasst Gott und es ist das Schlimmste, was man tun kann, da Gottes Ehre und sein liebevoller und freundlicher Charakter dadurch durch den Dreck gezogen und völlig falsch dargestellt werden. Menschen, die eigentlich Interesse an ihm und an einer Beziehung zu ihm haben, werden deshalb abgeschreckt.

Aber nicht die Christen sind die Guten und Fehlerlosen, sondern der Gott, mit dem sie in Beziehung stehen.

Wenn echte Christen ihren Glauben an andere weitergeben, tun sie es mit der Intension, dass sie anderen Menschen von der Liebe Gottes erzählen wollen, weil sie sich wünschen, dass diese ebenfalls an der wundervollen Beziehung mit Gott teilhaben und nicht das Beste, was sie in ihrem Leben jemals kriegen können, verpassen. Aber das ist eine freie Entscheidung, die jeder ganz frei selbst treffen muss.

Dieser Artikel neigt sich jetzt dem Ende zu, deshalb gibt es abschließend zum mitschreiben :p noch eine kurze Zusammenfassung des Unterschieds zwischen Glaube und Religion

Religion bedeutet, aus eigener Kraft zu versuchen, gut zu sein und Gott zu gefallen, dadurch entsteht aber viel Schlechtes und man gefällt Gott damit nicht. Glaube heißt, an Jesus zu glauben, dadurch eine liebevolle Beziehung mit Gott einzugehen und als Folge dessen zu lernen Gutes zu tun und zu lieben.

Ich hoffe, dass dich diese beiden Artikel bereichert und/oder ungeklärte Fragen beantwortet haben. Wenn du noch mehr wissen willst (zum Beispiel, wie man eine Beziehung mit Jesus eingeht und was dafür wichtig ist) kannst du gerne Fragen oder Anmerkungen in die Kommentare schreiben, weitere Einträge auf diesem Blog lesen oder mich persönlich kontaktieren.

Alles Gute und viiiiiel Oktobersonnenschein 🙂

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