Mich ich sein lassen

Manchmal mache ich mir sehr viele Gedanken und ich habe immer eine Vorstellung davon wie Dinge zu sein haben und wie ich oder das, was ich tue, sein sollte. Ich hab ein Bild in meinem Kopf, wie ich mir diesen Blog wünsche, wie ich mir meine Wohnung wünsche, wie ich mir mein Leben wünsche, wie ich mir mich selbst und wie ich mir diese Welt wünsche. An sich ist das ja irgendwie gut, weil das heißt, dass man sich nicht mit dem ist-Zustand zufrieden geben, sondern Dinge verbessern, verschönern und das Beste aus ihnen heraus holen will. Aber manchmal nehmen diese Ansprüche oder die Vorstellung von dem, wie es sein sollte, überhand, dann denke ich nur noch daran, wie ich es gern hätte und bin nicht zufrieden mit dem, was da ist. Manchmal sind meine Ansprüche an mich selbst und an das, was ich tue, so hoch, dass es mich und meine Kreativität komplett hemmt. Ich merke das meistens gar nicht bewusst, aber ich setze mich selbst dann so unter Druck, dass ich dann einfach gar nichts mehr tue oder mit dem, was ich angefangen habe, ganz aufhöre und es am liebsten nie wieder angucken will.

Bei diesem Blog war es leider auch ein bisschen so. Ich hab damit angefangen, weil ich eine Vision bzw. eine Vorstellung davon hatte, was daraus werden soll. Aber der Weg dahin, es so umzusetzen wie ich es mir vorstelle, ist theoretisch total cool und easy aber praktisch fällt mir dann oft nichts ein was wichtig genug, schön genug oder spannend genug ist, um es zu veröffentlichen.

Deswegen habe ich schon oft darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören, obwohl ich noch gar nicht richtig angefangen habe ‚:D

Aber Gott zeigt mir, dass es das Beste ist, einfach ich selbst zu sein. Ich bin frei, ich bin wild und es ist komplett egal, was andere über mich denken und wie sie das finden, was ich schreibe. Ha. Und ob sie mich okay finden, so wie ich bin. Es ist einfach egal, ich bin frei und ich darf schreiben, was ich will und wie ich es will. Erst wenn ich mir selbst erlaube einfach zu sein, wenn ich mich selbst freilasse und den Weg genieße – geduldig akzeptiere, dass es Zeit braucht, bis man am Ziel ankommt und mir bewusst bin, dass ich niemandem gefallen muss, kann ich zufrieden sein und nur so werden die Wünsche und Vorstellungen in meinem Kopf Stück für Stück Realität. So kommt es zu dem, wie ich es mir wünsche (auch wenn es vielleicht anders ist, als ich vorher gedacht hätte). Aber wirklich Gutes entsteht durch Freiheit und nicht durch Druck.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist IMG_8787.jpg.

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